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Quartiers­arbeit in der Mitterfeld­straße

Wohnen im Viertel Mitterfeldstraße

Viele Menschen möchten auch bei eingeschränkter Mobilität, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.

Um diesem Wunsch gerecht zu werden, hat die Münchner Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG vor einigen Jahren das Konzept „Wohnen im Viertel“ entwickelt.

Wohnen im Viertel bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern am Standort Mitterfeldstraße rund um die Uhr Versorgungssicherheit – unabhängig davon, ob sie bei der GEWOFAG wohnen, und ganz ohne Betreuungspauschale.

Entwicklung und Verlauf

Demografische Daten der Stadt München belegen, dass fast 50 Prozent der Bewohnerschaft im Quartier Mitterfeldstraße über 65 Jahre alt sind. 20 Prozent dieser Altersgruppe beziehen Grundsicherung, dies ist ein 10mal so hoher Anteil wie im Münchner Durchschnitt. Außerdem gibt es viele Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund. (Quelle: Nowak,  August 2018)

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Ehrenamt: nachbarschaftlich engagiert

In Kooperation mit dem Pflegedienst der Die Mitterfelder gGmbH  entsteht so ein Wohn- und Versorgungsmodell, das kostenlos und rund um die Uhr Versorgungssicherheit für hilfebedürftige Menschen bietet. Eine wichtige Säule von „Wohnen im Viertel“ ist die Förderung von ehrenamtlichem Engagement und Nachbarschaftshilfe, die wesentlich zur sozialen Stabilität im Viertel beitragen soll.

Wir haben das Glück, dass uns der Luise-Kiesselbach-Verein bei dieser Aufgabe unterstützt.

Qualifizierte Pflege und Sicherheit im Notfall

Unser Pflegedienst hat derzeit noch seinen Stützpunkt in der Mitterfeldstraße 20, von dem aus wir bei Bedarf pflegen und betreuen. Wir beraten über Hilfeleistungen, informieren über die Finanzierungsmöglichkeiten und koordinieren die individuellen Leistungen.

Hilfebedürftigen Menschen wird so ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung ermöglicht. Sie erhalten die individuelle Betreuung und Versorgung, die sie brauchen und auf die sie angewiesen sind.

Wohnraum für hilfe-/ pflegebedürftige Menschen

Das Wohn- und Versorgungskonzept von „Wohnen im Viertel“ beruht auf zehn barrierefreien, behindertengerechten Projektwohnungen, die aus dem bereits bestehenden Bestand umgebaut werden.

Voraussetzungen für eine Projektwohnung
Für die Projektwohnungen können sich Menschen aller Altersstufen bewerben, die hilfe- und pflegebedürftig sind und Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz beziehen sowie wegen ihres geringen Einkommens Anspruch auf eine geförderte Wohnung (SGB XII) in München haben. Diese Wohnungen werden durch das „Amt für Wohnen und Migration“ der Landeshauptstadt München vergeben. Um eine selbstständige Lebensführung aufrechtzuerhalten, kann diese Wohn- und Versorgungsform auch eine Möglichkeit für jüngere, behinderte Menschen sein, sofern sie den oben genannten Bedingungen entsprechen. Derzeit gibt es eine Projektwohnung in der Mitterfeldstraße, eine zweite Wohnung wird demnächst bezogen.

Pflegewohnung auf Zeit

Weiterer Baustein des „Wohnens im Viertel“ ist eine Pflegewohnung auf Zeit.

Die Pflegewohnung auf Zeit ist ein barrierefreies und möbliertes Appartement, das bei Pflege- und Betreuungsbedarf kurzfristig gemietet werden kann. Die Pflegewohnung ist gedacht für Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht sofort in die eigene Wohnung zurückkehren können, da eventuell noch ein erhöhter Hilfebedarf besteht, oder
für Pflegebedürftige, deren pflegende Angehörige gerade verhindert sind und die Pflege zu Hause nicht aufrechterhalten können.

Der Ambulante Pflegedienst stellt auch in diesen Räumlichkeiten die Versorgung und Betreuung sicher.